3 Gesprächstechniken zur Überwindung der „peinlichen Stille“

Die Zeit zieht sich wie Kaugummi, du bekommst keinen Satz über die Lippen und weißt nicht wie du diesen leeren Moment füllen kannst – die bekannte „peinliche Stille“ breitet sich aus!

Kaum etwas macht uns größere Sorgen, wenn wir jemanden Neues kennenlernen oder eine Dienstfahrt ansteht, mit einem Kollegen, den wir kaum kennen. Peinliche Stille zu überwinden und unangenehmes Schweigen zu brechen, wird zukünftig zu deinen leichtesten Übungen zählen und zwar mithilfe der folgenden drei Gesprächstechniken:

 

1. Verstehe das Bedürfnis eines jeden Menschen, interessant auf Andere wirken zu wollen

Ein wenig Narzissmus steckt in jedem und somit freut sich jeder Mensch, wenn ihm ein gewisses Interesse entgegengebracht wird. Das macht eine Gesprächsentwicklung relativ einfach: „Wann hast du mit diesem Sport angefangen?“ oder „Wie lange warst du auf Rundreise?“. Durch solche Fragestellungen kommt es  gar nicht erst zu Gesprächspausen. Halte die Unterhaltung weiter am laufen, indem du selbst etwas zum bestehenden Thema erzählst oder weitere Fragen stellst. Du erfährst etwas von deinem Gegenüber, worauf du vielleicht in einer anderen Situation zurückkommen kannst. Gerade im alltäglichen Umgang und im Smalltalk mit Vorgesetzten und Kollegen kann dies immer wieder enorm hilfreich sein.

 

2. Entferne dich von der „Ego-Perspektive“

Spannende und lustige Geschichten hat jeder im Repertoire –  jene aus dem eigenen Leben wollen einem oftmals schlichtweg nicht einfallen oder sie sind unangebracht.

Einer der häufigsten Fehler beim Nachdenken über ein neues Gesprächsthema ist, dass viele glauben, sie müssten unbedingt eine interessante Story aus ihrem eigenen Leben erzählen. Das ist jedoch überhaupt nicht notwendig. Du kennst wahrscheinlich unzählige Geschichten, die du zwar selbst nicht erlebt hast, jedoch extrem spannend und erwähnenswert sind. Achte darauf, dass deine Geschichte nicht zu übertrieben klingt und die Stimmung herunterzieht, sondern den Gesprächsverlauf positiv beeinflusst.

HER DAMIT!

 

3. Die FAEF-Methode – Familie, Arbeit, Entspannung, Finanzen

Mit diesen Schlagwörtern kann wirklich jeder etwas anfangen – sie bilden 4 simple Kategorien, in denen du dich nach jeweiligem Gesprächsinhalt in Form von Fragen bewegen kannst.

Kategorie „Familie“ bietet oft passende Themen für jeglichen Smalltalk: „Hast du eigentlich Geschwister?“, „Wie geht’s denn Ihrer Frau?“ oder „Was machen die Kinder?“ sind hervorragende Eisbrecher, doch Vorsicht: in diesem emotionsgeladenen Gebiet gibt es Fettnäpfchen, in die du bitte nicht hineintrittst!

Was die „Arbeit“ betrifft, kannst du fragen, seit wann die aktuelle Tätigkeit bereits ausgeübt wird oder ob denn eine berufliche Weiterentwicklung angestrebt wird.

Das Thema „Entspannung“ bietet schier endlosen Gesprächsstoff – egal ob es um Lieblingsserien, Hobbies, den nächsten Reisetrip oder Bücher geht. Über Freizeit-Themen spricht jeder gern.

„Was halten Sie davon, dass die Mietpreise erneut gestiegen sind?“ – das Thema „Finanzen“ eignet sich neben dem Thema „Arbeit“ besonders, um auf einer geschäftlichen und sachlichen Ebene zu kommunizieren.

 

Der Vorteil der „FAEF-Methode“ ist, dass du meist eine Gegenfrage erwarten darfst, sodass ein flüssiges Gespräch gewährleistet ist.

Du erkennst, passende Gesprächsthemen zu finden, ist nicht schwierig und erfordert keine intensive Bedenkzeit – das macht Unterhaltungen nämlich oftmals steif. Eine Unterhaltung zu erzwingen kann schnell nach Hinten losgehen. Meist taucht ein passendes Thema ohnehin von alleine auf und mithilfe der 3 Methoden kannst du dir selbst einen kleinen Anstoß geben, um Schweigesituationen zu durchbrechen. Bleibe entspannt und authentisch, dann steht einer netten Unterhaltung nichts im Wege und die Furcht vor der „peinlichen Stille“ ist verflogen.

Zu diesem Thema empfehle ich das sehr spannende Buch von Don Gabor: Menschen für sich gewinnen: Wie Sie Ins Gespräch Kommen, Kontakte Knüpfen Und Beziehungen Aufbauen

 

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