4 Ideen für den positiven Umgang mit Nervosität

Schweißnasse Hände, zittrige Beine, ein trockener Mund – wir alle kennen diese Symptome, wenn sich Lampenfieber in uns ausbreitet.

Nervosität vor einem Vorstellungsgespräch oder einer Rede ist völlig normal und eines vorweg: es ist gut und in gewissem Maße sogar hilfreich – das Adrenalin setzt Energie frei und schärft Ihre Sinne. Diese Energie gilt es zu nutzen, lassen Sie sich durch das Lampenfieber nicht lähmen!

Eine der Hauptursachen für Lampenfieber ist die Angst vor Fehlern, die Angst vor dem Versagen und sich zu blamieren. Ein kritisches Publikum schürt diese Ängste oftmals noch weiter, insbesondere im Berufsalltag wird dies früher oder später zum Problem.

Bereits während meines Studiums habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich positiv und locker mit meiner Nervosität umgehen kann, gleichzeitig aber die nötige Konzentration aufbringe, um meine Inhalte überzeugend und souverän zu vermitteln.

In diesem Beitrag möchte ich meine 4 wirkungsvollsten Methoden mit dir teilen, mit denen ich es geschafft habe, mein Lampenfieber dauerhaft in den Griff zu bekommen.

 

Rechtzeitig vor Ort sein

Vor einer Präsentation kann es hilfreich sein, wenn du mindestens 30 Minuten vor Beginn vor Ort sind – so kannst du dir in aller Ruhe einen Überblick verschaffen und dich mit den Räumlichkeiten vertraut machen. Überlege dir, wo du dich während der Rede am Besten hinstellst, damit das Publikum dich gut verstehen und sehen kann. Stelle dir ein Glas Wasser in deine Nähe und checke vorab kurz die Technik, sodass du ohne Komplikationen in deinen Vortrag starten kannst. Diese kleine Vorbereitung gibt dir die Möglichkeit, noch einmal kurz in dich zu gehen. Pünktlichkeit vermeidet, dass du abgehetzt und unsicher in deine Rede „stolperst“ und legt den Grundstein für ein souveränes und professionelles Auftreten.

 

Mit den Zuhörern/ Teilnehmern ins Gespräch kommen

Ein kurzer Smalltalk mit den Teilnehmern deines Workshops oder ein persönlicher Austausch vor Beginn deiner Präsentation mit der ein oder anderen Person aus dem Publikum kann helfen, dir die Angst vor den unbekannten Zuhörern zu nehmen und diese zugleich ein wenig näher kennenzulernen. Vielleicht erfährst du sogar interessante Anknüpfungspunkte für deine Präsentation. Nimm, während du zu deinem Publikum sprichst, Bezug auf Herrn Meier, der dir während der Pause erzählte, dass er in 2 Wochen am Staffelmarathon teilnimmt. Die einzelnen Etappen lassen sich hervorragend mit deiner  Thematik vergleichen – ein Miteinbezug der Zuhörer schafft Sympathien und du demonstrierst gekonnt deine Spontanität.

 

Einen persönlichen Einstieg wählen

Der Einstieg deiner Präsentation ist von enormer Bedeutung: Natürlich für dein Publikum, um direktes Interesse und Aufmerksamkeit zu wecken, aber auch für dich selbst, um sich von Anfang an selbst eine gewisse Sicherheit zu geben. Dies gelingt jedoch nur, wenn du dich wohl fühlst und dir die ersten Worte locker von den Lippen gehen. Versuche aus diesem Grund eine möglichst persönliche Einleitung zu wählen. Vermeide auswendig gelernte, allgemeine und emotionslose Floskeln, die nicht zu dir passen – das ist ermüdend, denn die Zuhörer merken, wenn du an dieser Stelle nicht authentisch bist. Überlege dir einen individuellen Einstieg! Dadurch legst du deine Angst ab, dich zu verzetteln und der Abruf vorab auswendig gelernter Sätze erübrigt sich. Es ist nicht von Bedeutung, dass die Worte perfekt aneinandergereiht sind, sondern es kommt vielmehr darauf an, den Inhalt deines Vortrags zu fokussieren. „Was möchte ich meinem Publikum vermitteln? Was ist von zentraler Bedeutung und was möchte ich den Zuhörern von Anfang an mitgeben?“ – das sind Fragen, die du dir stellen solltest und deren Antworten du nun lediglich noch in deine Einleitung ansprechend verpacken musst.

HER DAMIT!

 

Lampenfieber akzeptieren

Lampenfieber als etwas Negatives anzusehen, ist bereits der erste Fehler, den du machen kannst – wehrst du dich auch noch dagegen, führt dies dazu, dass du deine Nervosität noch intensiver und als noch störender wahrnehmen wirst. Versuche, dein Lampenfieber zu akzeptieren, als etwas vollkommen Natürliches anzuerkennen. Wie anfänglich erwähnt, setzt Adrenalin, welches automatisch während Stresssituationen ausgeschüttet wird, Energien frei, die für eine erfolgreiche Rede unabdingbar sind. Die Berücksichtigung des Lampenfiebers als positiver und normaler Bestandteil einer jeglichen Vortragssituation, lässt dich eine fokussierte sowie zielgerichtete Vorbereitung und Herangehensweise entwickeln. Und by the way: In der Regel wird deine Aufregung von den Zuhörern gar nicht wahrgenommen, zumindest bei Weitem nicht in dem Ausmaß, wie du das Lampenfieber gedanklich in den Vordergrund stellst. Ein paar kleine Versprecher lassen dich menschlich und sympathisch wirken – die Grundvoraussetzungen für eine mitreißende Rede oder für den Erfolg beim Vorstellungsgespräch.

 

Über dein Feedback zu diesem Beitrag freue ich mich sehr!

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