5 körpersprachliche Fehler, die dich sofort unsympathisch machen

Das „Senden“ ganz bestimmter körpersprachlicher Signale lässt dich sofort unattraktiv und unsympathisch wirken. Dieses Phänomen hängt stark damit zusammen, dass die Körpersprache im Rahmen kommunikativer Interaktionen deutlich wichtiger ist, als die physische Attraktivität.

Bevor wir eine logische, rationale Einschätzung des gesagten Wortes vornehmen, wird zunächst die Körpersprache des Gegenübers im Unterbewusstsein bewertet. Wir Menschen reagieren sofort auf visuelle Reize. In unterschiedlichsten Alltagssituationen lässt uns diese Fähigkeit schnell und effizient reagieren – bei Unfällen, im Straßenverkehr und wo immer auch sonst jegliche Gefahren lauern.

Da Körpersprache eine elementare Bedeutung auf deine Außenwirkung hat, ist es enorm wichtig, dass du mit ebendieser Körpersprache positive und offene Signale sendest. Nun, dies ist wie so oft leichter gesagt als getan, denn wenn du es verpasst, mit deiner Körpersprache positive Signale zu senden, wirst du rasch zu deinem Nachteil kategorisiert.

Sehr detailliert und praxisnah befasst sich Samy Molcho in seinem Buch zu diesem Thema.

 

Welches sind nun die 5 fatalsten Körpersprache-Fehler, die dich sofort unsympathisch machen?

 

1. Verschlossene Körpersprache

Es kann hin und wieder einmal bequem sein, die Arme abzustützen oder zu verschränken. In vielen Fällen denken wir uns nichts dabei und sind uns der Wirkung nach außen gar nicht bewusst. Auch wenn es nicht mit Vorsatz geschieht: Durch eine verschlossene Körperhaltung senden wir unserem Gegenüber ein negatives Signal. Wir wirken abweisend, vielleicht sogar unterkühlt. Wird hingegen eine offene Körperhaltung eingenommen, wirkt diese vertrauensvoll und zugänglich.

 

2. Inkongruente Körpersprache

„Herzlich Willkommen zu der heutigen Präsentation. Ich freue mich sehr, dass Sie hier sind.“ – so oder ähnlich lauten möglicherweise die ersten Worte, die du an dein Publikum richtest. Deine Körpersprache sagt aber etwas ganz Anderes: „Ich habe keine Lust auf die Veranstaltung und möchte viel lieber wieder auf’s Sofa.“ Achte also in jeglicher Redesituation darauf, dass dein gesagtes Wort zu deiner Körpersprache passt. Nichts führt zu einer größeren Verunsicherung deines Gegenübers, als wenn es hier Unstimmigkeiten gibt. Deine Überzeugungskraft geht gänzlich verloren und du bist absolut nicht mehr einzuschätzen – im schlimmsten Falle verlierst du das Vertrauen und das Interesse deiner Zuhörer.

 

3. Übergriffige Körpersprache

Die Anwendung übergriffiger Körpersprache ist die schnellste Methode, um maximal unattraktiv zu wirken und um jegliche Erfolgschancen zunichtezumachen. Die individuelle Distanzzone eines jeden Menschen spielt eine tragende Rolle. Wichtig ist, die persönliche Distanzzone des Gesprächspartners zu erkennen und zu respektieren. Um eine Sensibilität zu entwickeln und um vielmehr eine angenehme Mischung aus Nähe und Distanz herzustellen, kann es helfen, folgende Grundregel für Körpersprache zu beachten: „2 Schritte vor, 1 Schritt zurück“. Zusätzlich möchte ich dir jedoch den Hinweis geben, dass diese von diversen Experten vorgeschlagene Regel insbesondere für Interaktionen mit Menschen aus westlich geprägten Kulturkreisen gilt. In anderen Kulturkreisen kann es somit zu Abweichungen des Nähe-/Distanzgefühls kommen. Grundsätzlich ist es durchaus positiv, Distanzen abzubauen und eine gewisse Nähe innerhalb einer Kommunikation herzustellen. Dies lässt dich sympathisch und herzlich wirken. Falls du jedoch feststellen solltest, dass sich dein Gegenüber unwohl fühlt, solltest du etwas zurücktreten.

HER DAMIT!

 

4. Keine Körpersprache

Viele Menschen sind in Bezug auf das Thema Körpersprache sehr verunsichert. Da offenbar einige Dinge falsch gemacht werden und verschiedene Signale zu Missverständnissen führen können, erscheint es manch einem eventuell sogar sicherer und leichter, keinerlei Körpersprache anzuwenden. Durch Paul Watzlawick haben wir jedoch Folgendes gelernt: „Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“ (Paul Watzlawick). Solltest du also versuchen deine Körpersprache „auszuschalten“, hat dies zur Folge, dass du für deine Gesprächspartner schlecht einzuordnen bist. Du strahlst nicht nur Emotions- und Energielosigkeit aus, sondern wirkst eventuell sogar uninteressant oder befremdlich.

 

5. Hektische, schnelle Körpersprache

Versuche hektische und unkontrollierte Bewegungen zu vermeiden. Egal, ob mit dem Laserpointer während eines Vortrages wild gestikuliert oder mit dem Kugelschreiber nervös in der Hand herumgespielt wird – hektische Bewegungen strahlen eine negative Wirkung aus und führen zu Unsicherheiten bei deinem Publikum. Ruhige, lockere und fließende Bewegungsabläufe wirken hingegen positiv und angenehm. Mit einer solchen Körpersprache strahlst du Souveränität und Selbstbewusstsein aus.

 

Falls du dich tiefgreifender mit dem Thema Körpersprache und Nonverbaler Kommunikation beschäftigen möchtest, empfehle ich dir das sehr lesenswerte Buch von Samy Molcho:

Alles über Körpersprache. Sich selbst und andere besser verstehen“ 

Über dein Feedback zu diesem Beitrag freue ich mich sehr!

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